Büro- und Wohnbebauung am Waldwiesenkreisel


Kiel

Projekttitel

Büro- und Wohnbebauung am Waldwiesenkreisel

Ausloberin

MP Wohn- und Gewerbebau GmbH
Lindenstraße 54
25524 Itzehoe

Verfahrensgrundlagen

Das Verfahren erfolgt als nicht offener, einphasiger städtebaulich-hochbaulicher Wettbewerb mit freiraumplanerischem Anteil in Form eines Einladungswettbewerbs mit 7 teilnehmenden Büros. Die Auslobung erfolgt gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Das Verfahren ist anonym. Die Verfahrenssprache ist deutsch.

 

Verfahrensteilnehmende, Preisrichter*innen, sachverständige Berater*innen sowie sonstige Personen erklären sich durch ihre Mitwirkung an dem Verfahren mit den genannten Bedingungen einverstanden.

 

Der Wettbewerbsausschuss der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein hat Kenntnis vom Inhalt der Auslobung erhalten und beratend mitgewirkt. Die Auslobung wurde dort unter der Nummer 1082/20 registriert.

Verfahrensaufgabe

Die Landeshauptstadt Kiel hat über viele Jahre einen kontinuierlichen Bevölkerungszuwachs verzeichnet. Wenngleich die Bevölkerungsentwicklung seit 2017 stagniert bzw. leicht rückläufig ist, zeigt sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt dennoch angespannt. Um dem Bedarf an Wohnraum zu begegnen, verfolgt die Stadt mit dem Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ das Ziel, geeignete und verfügbare Nachverdichtungspotentiale innerhalb des Siedlungsgefüges mit Wohnungen zu bebauen bzw. bebauen zu lassen. Gleichzeitig besteht in der Stadt Kiel aktuell eine hohe Nachfrage nach attraktiven Büroflächen.

 

Die Ausloberin MP Wohn- und Gewerbebau GmbH aus Itzehoe beabsichtigt daher, auf dem ca. 1,2 ha großen, innenstadtnahen Planareal Ecke Hamburger Chaussee/ B76 die Realisierung einer Büro- und Wohnbebauung. Dabei soll die Ecksituation am Waldwiesenkreisel mit einem Bürogebäude stadträumlich akzentuiert werden. Anschließend an die Bestandsbebauung Hamburger Chaussee 46 soll straßenseitig ein für eine Wohnnutzung vorgesehener Gebäuderiegel entwickelt werden, der die Ecksituation im baulichen Zusammenhang mit dem geplanten Eckgebäude räumlich maßgeblich mit prägt. Optional sollen Teilflächen auch einer Büronutzung zugeführt werden können.  Die Anschlussbebauung im nördlichen/hinteren Bereich des Planareals soll der Wohnnutzung vorbehalten sein. Die vorhandene Bestandsbebauung soll vollständig überplant werden.

 

Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens sollen insbesondere die funktionalen und gestalterischen Qualitäten des Bürogebäudes hochbaulich vertieft werden. Für die ergänzende straßenbegleitende Bebauung und die Wohnnutzung im nördlichen/hinteren Bereich des Plangebietes sind von den teilnehmenden Büros städtebauliche Anregungen und Ideen zu entwickeln, um das räumliche Bild zu komplementieren und die baulichen Anschlüsse darzustellen.

 

Im Kontext der Entwicklung einer überzeugenden Idee für das geplante Bürogebäude sollen zudem Vorschläge für eine bauliche Verbindung der zukünftigen Eckbebauung mit den Büroebenen des benachbarten Gebäudes Theodor-Heuss-Ring 49, dargestellt werden.

Teilnehmende Büros

Folgende Büros wurden von der Ausloberin in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Kiel für dieses Verfahren gesetzt:

 

> AllesWirdGutArchitektur ZT GmbH Wien, München, Wien/München

> BSP Architekten BDA, Kiel

> Cityförster architecture + urbanism, Hannover

> kellner schleich wunderling architekten + stadtplaner gmbh, Hannover

> KPW Papay Warncke und Partner Architekten mbB, Hamburg

> RENNER HAINKE WIRTH ZIRN Architekten, Hamburg

> Schmieder.Dau.Architekten.BDA, Kiel

 

Die Zusammenarbeit mit einer Landschaftsarchitektin/einem Landschaftsarchitekten wird zwingend vorgeschrieben.

Preisgericht

Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Doris Grondke, Alexandra Bub, Björn Bergfeld, Moritz Schneider, Ingrid Spengler

 

Stellvertretende Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Heiner Grewsmühl, Ole Flemming, Carsten Dohse

 

Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Florian Gosmann, Michael May, Günter Porth, Fabian Winkler

 

Stellvertretende Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Alexander May, Jens-Henrik Gerdes, Jochen Schulz

Preisgelder und Bearbeitungshonorare

Die Ausloberin stellt folgende Wettbewerbssumme bereit: Gesamtsumme 81.000,- Euro (netto)

 

Als Bearbeitungshonorar stellt die Ausloberin eine Summe von 38.500,- Euro (netto) zur Verfügung, welche je zu gleichen Teilen an die teilnehmenden Büros/Planungsteams ausgeschüttet wird, sofern die in der Auslobung (Punkt 7.9) definierten Leistungen erfüllt wurden.

 

Für Preise stellt die Ausloberin 42.500,- Euro (netto) zur Verfügung:

 

  1. Preis 21.250,- Euro (netto)
  2. Preis 12.750,- Euro (netto)
  3. Preis 8.500,- Euro (netto)

 

Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss eine andere Aufteilung der Wettbewerbssumme vorzunehmen.

Terminübersicht

Versand der Unterlagen ab: 13.04.2021

Schriftliche Rückfragen bis: 22.04.2021 (14.00 Uhr)

Abgabe der Arbeiten (digital): 09.07.2021 (14.00 Uhr)

Abgabe der Modelle/physische Pläne: 23.07.2021 (14.00 Uhr)

Preisgerichtssitzung: 17.08.2021