Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig


Braunschweig

Projekttitel

Neu- und Umgestaltung der Funktionsdiagnostik und Zentralsterilisation des Herzogin Elisabeth Hospitales in Braunschweig

Ausloberin

Herzogin Elisabeth Hospital
Leipziger Straße 24
38124 Braunschweig
Deutschland

Verfahrensgrundlagen

Verfahrensmanagement:

D&K drost consult GmbH
Verfahrensaufgabe

Das Herzogin Elisabeth Hospital (HEH) ist mit seiner medizinischen Ausrichtung fester Bestandteil der Patientenversorgung in Braunschweig und Südostniedersachsen. Trägerin des Krankenhauses ist die Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital, die von einem siebenköpfigen Stiftungsvorstand vertreten wird.

 

In dem modern gestalteten Klinikgebäude mit ansprechenden Außenanlagen sind 5 Fach-kliniken für Orthopädie, Chirurgie, Gefäßchirurgie, Innere und Anästhesie/Intensivmedizin untergebracht. Angeschlossen sind ein Ärztehaus mit ambulantem OP-Zentrum und eine Krankenpflegeschule. Rund 700 Mitarbeiter behandeln in 205 Planbetten jährlich rd. 9.900 Patienten stationär und weitere 24.000 Patienten laufen ambulant. Die Intensivstation mit Intermediate-Care umfasst 18 Therapiebetten. Es werden jährlich rund 7.700 Operation durchgeführt und eine Bilanzsumme von 94 Mio. € erwirtschaftet. Die hohe Qualität des HEH wird durch zahlreiche Zertifizierungen dokumentiert.

 

Zur Deckung der vorbeschriebenen kapazitiven und funktionellen Defizite hat das HEH hat 2015 einen Antrag auf Förderung der Baumaßnahme beim Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gestellt. Die benötigte Flächenerweiterung ist durch ein Raum- und Funktionsprogramm dokumentiert, welches sich zurzeit in Abstimmung mit dem Ministerium befindet. Ebenfalls liegt ein Hygienegutachten vor.

 

Die vorliegenden Ziel-/Vorentwurfsplanung sieht vor, den zusätzlichen Flächenbedarf mittels eines Erweiterungsbaus zwischen Kranken- und Ärztehaus sowie arrondierenden Umbauflächen zu decken. Dieser Planungsstand ist mit der zuständigen Prüfbehörde (NLBL) vorabgestimmt.

 

Ferner sollen die frei werdenden Flächen im Bestand einer neuen, der Organisation unterstützenden, Nutzung zugeführt werden. Das betrifft die Schaffung von zusätzlichen Arztzimmern und Mitarbeiterumkleiden, aber auch die Unterstützung der OP-Logistik durch Vergrößerung der Läger für Implantate sowie die Erweiterung des Aufwachraumes zu einer Holding-Area.

 

Darüber hinaus soll die Wegeführung über neue Verbindungsgänge zwischen dem Krankenhaus und dem Ärztehaus einerseits und über eine Anbindung der Notfallaufnahme an das Bettenhaus verbessert werden.

 

Der aktuelle Stand der Kostenermittlung - unter Berücksichtigung des fortgeschriebene Maßnahmenumfangs - umfasst geschätzte Baukosten (KG 100 -700) in Höhe von ca. 16 Mio. € (brutto) bei einer Nutzfläche von ca. 4.450 m².

 

Die zu vergebenden Leistungen für Los 1 bestehen aus:

  • Leistungsphase 3-4 Objektplanung gem. § 34 HOAI;
  • Leistungsphase 5-9 Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
  • Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).

Die zu vergebenden Leistungen für LOS 2 bestehen aus:              

  • Leistungsphasen 3-4 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI ALG 1-8 inkl. Medizintechnik;
  • Leistungsphasen 5-9 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI, ALG 1-8 inkl. Medizintechnik als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Aufraggeber festzulegenden Stufen);
  • Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Technische Ausrüstung gem. § 53 ff HOAI, ALG 1-8 inkl. Medizintechnik als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).

 

Das Architektenbüro Petereit & Gößling GmbH Braunschweig war verantwortlich für die vorliegende Vorentwurfsplanung (Leistungsphase 1 - 2 HOAI) der Gebäude und der Medizintechnik. Die weitere Planung und Durchführung soll auf die vorliegende Vorentwurfsplanung aufsatteln. Die Planungsergebnisse sind bei der weiteren Bearbeitung des Projektes zu berücksichtigen und werden den Bietern (mind. teilweise) mit der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt. Das vorgenannte Büro ist von der Teilnahme an dem vorliegenden Verfahren nicht ausgeschlossen. Die Baufertigstellung wird für Mitte 2021 angestrebt.

 

Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens sollen die ausgewählten Bieter gem. § 76 (2) VgV eine Lösungsskizze in Form einer Machbarkeitsstudie für Los 1 erstellen. Die geforderten Leistungen im Verfahren bestehen aus einer Plausibilitätsprüfung der vorliegenden Vorentwurfsplanung sowie der Darstellung von Leitideen zu ausgewählten Themen. Für Los 2 wird kein Lösungsvorschlag abgefordert.

 

Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.

Preisgelder und Bearbeitungshonorare

Honorierung der Lösungsvorschläge:

Lösungsvorschlag in Form einer Machbarkeitsstudie. Hierbei handelt es sich um Besondere Leistungen der Grundlagenermittlung LPH 1 im Leistungsbild Gebäude und Innenräume. Vor dem Hintergrund des Leistungsumfangs wird die Leistung des Bieters mit einem pauschalen Bearbeitungshonorar von 1.500,- Euro (netto) seitens des Auftraggebers vergütet. Die von dem Bieter angefertigten Lösungsvorschläge sind dem Auftraggeber mit der Präsentation auszuhändigen und werden dessen Eigentum. Im Übrigen bleibt die Verwertung/Umsetzung der eingereichten Lösungsvorschläge dem Auftraggeber überlassen.

Terminübersicht

Vorgesehener Ablauf des Verhandlungsverfahrens (voraussichtliche Termine):

  • Versendung der Angebotsaufforderung  für Los 1 49. KW 2017; Los 2 50. KW 2017
  • Einreichung der Erstangebote für Los 1 02. KW 2018; Los 2 03. KW 2018
  • Verhandlungsgespräche für Los 1 04. KW 2018; Los 2 05. KW 2018
  • Einreichung der finalen Angebote für Los 1 05. KW 2018; Los 2 06. KW 2018