LEH-ZENTRUM


Bremen

Projekttitel

LEH-ZENTRUM / HANSE KOGGE

Ausloberin

Ten Brinke Projektentwicklung GmbH & Co. KG
Dinxperloer Straße 18-22
46399 Bocholt

Verfahrensgrundlagen

Das Verfahren erfolgt als nicht offener, einphasiger, hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit 5 teilnehmenden Büros.

Die Auslobung erfolgt gemäß der Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Das Verfahren ist anonym. Die Verfahrenssprache ist Deutsch.

Verfahrensteilnehmende, Preisrichter*innen, sachverständige Berater*innen sowie sonstige Personen erklären sich durch ihre Mitwirkung an dem Verfahren mit den genannten Bedingungen einverstanden.

Der Wettbewerbsausschuss der Architektenkammer Bremen hat Kenntnis vom Inhalt der Auslobung erhalten und beratend mitgewirkt. Die Auslobung wurde dort unter der Nummer 06/2022 registriert.

Verfahrensaufgabe

Gegenstand des Wettbewerbs ist die hochbaulichfreiraumplanerische Ausgestaltung des LEH-Zentrums (Hanse Kogge) in der Überseestadt Bremen. Die Ausloberin bekam den Zuschlag für das Grundstück im Rahmen der konzeptbasierten Grundstücksausschreibung auf Basis eines überzeugenden architektonischen Entwurfs- und Nutzungskonzepts. Dieses dient als Basis für den vorliegenden Wettbewerb. Die prämierte Grundstruktur sowie auch der architektonische Ausdruck des Gebäudes sollen nicht grundsätzlich neu, jedoch in Teilen weiterentwickelt werden.

 

Angestrebt wird eine Bruttogrundfläche von insgesamt rund 19.800 m². Ein Schwerpunktthema des Hochbaus ist die Überprüfung der obergeschossigen Nutzungen (Wohnen, Büro, Vereine) und dabei insbesondere der Wohnnutzungen (Anordnung der Wohnungen im Gebäude und Grundrisse) gemäß vorliegender Lärmuntersuchung.

Abweichend von den Gebäudekennwerten des Bewerbungskonzeptes sind die Mengen der Gebäudeteile oberhalb der Parkebenen zu überprüfen. Eine möglichst hohe Ausnutzung mit Wohnen ist beabsichtigt, sofern mit der Lärmbelastung vereinbar. Die Büronutzung wird wirtschaftlich für kritisch erachtet. So wird gegenüber des Bewerbungskonzeptes eine Reduzierung der Büro-BGF angestrebt.

 

Weiterhin sollen die vorliegende energetische Konzeption mit mindestens 50% Photovoltaikanteil auf den Hauptdächern und die Einhaltung von Klimaschutzzielen mit mindestens BEG 55-Standard für das Gesamtgebäude überprüft werden. Schwerpunktbereiche der Freiraumplanung sind die Vorfläche (Stadtplatz, Marktplatz) zur Straße Marcuskaje, der Eingangsbereich zum Vollsortimenter sowie die „Plaza“ oberhalb des Parkgeschosses.

Zudem sollen auf Grundlage eines Mobilitätskonzeptes die Flächenvorgaben für Angebote sowohl des motorisierten Verkehrs als auch alternativer Mobilitätsangebote umgesetzt werden. Die freiraumplanerisch-verkehrliche Aufgabe steht in direktem Zusammenhang mit den im Erdgeschoss angeordneten Nutzungen gemäß Mieterplanung, die daher u.a. im Zusammenhang mit den Themen Publikumswirksamkeit, Erschließung und Andienung mitbetrachtet werden sollen.

Ziel des Wettbewerbs ist die Überprüfung, Weiterentwicklung und Qualifizierung der Vorüberlegungen aus der Konzeptbewerbung unter der Berücksichtigung der städtischen und nutzungsstrukturellen Vorgaben sowie die weitere Ausformulierung der architektonischen Gestaltung.

Teilnehmende Büros

akyol kamps architekten bda GmbH, Hamburg

gruppeomp Architektengesellschaft mbH BDA, Rastede/Bremen/Hannover

Hilmes Lamprecht Architekten BDA, Bremen

prasch buken partner architekten bda, Hamburg/Bremen

SSP AG, Bochum

Preisgericht

Fachpreisrichter*innen
Prof. Dr. Iris Reuther, Prof. Katja-Annika Pahl, Tim Hupe, Jens Bendfeldt

Stellvertretende Fachpreisrichter*innen
Georgia Wedler, Prof. Volker Halbach, Axel Lohrer

Sachpreisrichter*innen
Dr. Dirk Kühling, Hans-Peter Schneider, Uwe Kammholz, Jonas H.-R. Ernst

Stellvertretende Sachpreisrichter*innen
Dr. Christel Lübben, Lars Jansen, Bas Diks, Erwin Vreeman

Preisgelder und Bearbeitungshonorare

Die Ausloberin stellt folgende Wettbewerbssumme bereit:
Gesamtsumme 130.500,- Euro (netto)

Als Bearbeitungshonorar stellt die Ausloberin eine Summe von 65.000,- Euro (netto) zur Verfügung, welche je zu gleichen Teilen an die teilnehmenden Planungsteams ausgeschüttet wird, sofern die in der Auslobung (Punkt 7.9) definierten Leistungen erfüllt wurden.

Für Preise stellt die Ausloberin 65.500,- Euro (netto) zur Verfügung:

1. Preis 33.000,- Euro (netto)

2. Preis 19.500,- Euro (netto)

3. Preis 13.000,- Euro (netto)

Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss eine andere Aufteilung der Wettbewerbssumme vorzunehmen.

Terminübersicht

Versand der Unterlagen ab: 04.05.2022

Auftaktbriefing: 11.05.2022

Nachgelagerte schriftliche Rückfragen bis: 18.05.2022

Abgabe der Arbeiten: 01.08.2022 (14.00 Uhr)

Sachverständigenvorprüfung: 35./36. KW

Preisgericht: 27.09.2022