Quartiersentwicklung Moosrosenweg


in Hamburg

Projekttitel

Entwicklung eines neuen, gemischt genutzten Quartiers am Standort MOOSROSENWEG

Ausloberin

evoreal GmbH Projektentwicklung
Zippelhaus 5 (Vorderhaus)
20457 Hamburg

Verfahrensgrundlagen

Das Verfahren erfolgt als nicht offener, einphasiger, städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit hochbaulichen Anteilen und einem Ideenteil (angrenzende Vattenfall- Grundstücke/städtisches Grundstück) mit 10 Teilnehmern.

 

Die Auslobung erfolgt gemäß „RPW 2015 – Richtlinien für Planungswettbewerbe der Freien und Hansestadt Hamburg“. Die Lösung der Aufgabe soll in einer Bearbeitungsphase gefunden werden. Das Verfahren ist anonym. Verfahrenssprache ist deutsch.

 

Verfahrensteilnehmer, Preisrichterinnen und Preisrichter, sachverständige Beraterinnen und Berater sowie sonstige Personen erklären sich durch ihre Mitwirkung am Verfahren mit den genannten Bedingungen einverstanden.

 

Der Wettbewerbsausschuss der Hamburgischen Architektenkammer hat Kenntnis vom Inhalt der Auslobung erhalten und beratend mitgewirkt. Die Auslobung wurde dort unter der Nummer NO_11_17_SLHRW registriert.

Verfahrensaufgabe

Gegenstand des städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbs ist die Entwicklung eines neuen, gemischt genutzten Quartiers am Standort Moosrosenweg und Bramfelder Spitze (Bramfelder Chaussee/ Ecke Werner-Otto-Str.) in Hamburg Bramfeld.

 

Das Wettbewerbs samt Ideenareal umfasst eine Fläche von insgesamt ca. 5,4 ha. Durch die Bereitschaft zur Verlagerung von Stellplätzen und der Flächenverfügbarkeit an der Bramfelder Spitze wird es möglich, eine städtebauliche Neuordnung entlang der gebietsprägenden Magistrale der Bramfelder Chaussee und seiner Umgebung entstehen zu lassen. Auf insgesamt  vier Teilgebieten wird durch die Ausloberin ein Gebäudeensemble mit Wohnnutzung, wohnverträglichem Gewerbe, Büronutzung und ein Hotel angestrebt. Im Teilbereich 1 und 2 soll eine Wohnnutzung mit ergänzenden Nutzungen (Kita/ Gastro und wohnverträglichem Gewerbe) entstehen. Im südlichen Wettbewerbsgebiet (Teilbereich 3) soll im Rahmen der Bramfelder Spitze ein gewerblich genutzter Gebäudekomplex – hier vordergründig Büro- und Hotelnutzung entstehen. Zur Bramfelder Chaussee hin sollen ebenerdig Arbeitsstätten, soziale Einrichtungen (o.ä.) mit darüberliegenden Azubi- Studentenwohnungen geplant werden. Größere, relevante Einzelhandelsnutzungen sind nicht zu verfolgen. Die aus der Nutzung resultierende Verkehrsentwicklung erzeugt einen Mehrbedarf an öffentlichem Verkehrsraum, den es zu berücksichtigen gilt.

 

Da voraussichtlich eine zeitversetzte Bebauung der Grundstücksflächen erfolgen wird, ist im Rahmen des Verfahrens eine abschnittsweise Realisierung vorgesehen. Mindestens 33 % der Wohnungen sollen als öffentlich geförderte Wohnungen im 1. und ggf. 2. Förderweg errichtet werden. Außerdem ist ein besserer als geltender EnEV geforderter energetischer Standard umzusetzen sowie Dachbegrünungen und eine Solarenergienutzung vorzusehen.

 

 Im Rahmen der Konzepterstellung sind u.a. die Einbindung in das gewerblich geprägte Umfeld sowie Lärmbelastungen zu berücksichtigen. Hierfür wird insbesondere eine geschlossene Bauweise entlang der Bramfelder Chaussee empfohlen. Zudem sind Lösungsansätze für eine qualitativ hochwertige und vielfältige Gesamtanlage zu entwickeln, die eine stimmige Freiraumgestaltung in wohnlicher Umgebung gewährleistet.

 

Die Erschließung der Bauflächen ist rückwärtig vom Moosrosenweg aus vorzusehen. Zu- und Ausfahrten sowie Überfahrten an der Bramfelder Chaussee sollen unterbleiben.

 

Es ist ein Ausbaubedarf und verbreiterter Querschnitt des Moosrosenweges mit voraussichtlich ca. 20- 22 m und u.a. öffentlichen Besucherparkständen (1 je 5 WE), Baumscheiben usw. zu berücksichtigen. Das Thema der Feuerwehraufstellflächen auf Privatgrund sowie öffentlichem Grund ist darüber hinaus zu beachten.

 

Das Freiraumkonzept hat insbesondere auch die notwendigen Kinderspielflächen (10m² pro Wohnung) nachzuweisen.

 

Zum Umgang mit der notwendigen Oberflächenentwässerung sind Lösungsansätze vorzugeben.

 

Der zu erarbeitende Entwurf soll im Anschluss an den Wettbewerb unter Berücksichtigung der Hinweise und Empfehlungen des Preisgerichts als Grundlage für einen neu aufzustellenden Bebauungsplan dienen.

Teilnehmende Büros

Schenk + Waiblinger Architekten, Hamburg

Blauraum Architekten GmbH, Hamburg/Berlin

Duplex Architekten, Zürich/Hamburg

03 Architekten, München

SKAI, Hamburg

COIDO, Hamburg

haas cook zemmrich, Stuttgart

André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA, Hamburg

KPW Papay Warncke und Partner Architekten, Hamburg

SCHALTRAUM DAHLE-DIRUMDAM-HEISE, Hamburg

Preisgericht

Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Franz-Josef Höing, Sven Menke, Prof. Irene Lohaus, Prof. Jörg Springer, Prof. Markus Neppl, Til Schneider

 

Stellvertretende Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter

Dieter Polkowski, Susanne Metz, Martin Schmitz, Moritz Schneider, Martin Rein-Cano, Julia Tophof

 

Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Thomas Ritzenhoff, Uwe Mohrmann, Frank Stern, Uta Stammer, Rainer Schünemann, Philipp Hentschel

 

Stellvertretende Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichter

Frank Petersen, Frank Gaster, Jan-Hendrik Blumenthal, Rainer Behrens, Helga Daniel

Preisgelder und Bearbeitungshonorare

Die Ausloberin stellt folgende Wettbewerbssumme bereit:

 

            Gesamtsumme                        140.000,- Euro (netto)

 

Als Bearbeitungshonorar stellt die Ausloberin eine Summe von 60.000,- Euro (netto) zur Verfügung, welche je zu gleichen Teilen an die teilnehmenden Büros ausgeschüttet wird, sofern die in der Auslobung (Punkt 7.9) definierten Leistungen erfüllt wurden.

 

Für Preise stellt die Ausloberin               80.000,- Euro (netto)               zur Verfügung

 

Die Preissumme wird abweichend zur Auslobung wie folgt vergeben:

 

  1. Preis 32.000,- Euro (netto)
  2. Preis 20.000,- Euro (netto)
  3. Preis 14.000,- Euro (netto)

     Ankauf    7.000,- Euro (netto)

     Ankauf    7.000,- Euro (netto)

Terminübersicht

Versand der Unterlagen 07.09.2017
Rückfragen bis 14.09.2017 (bis 12.00 Uhr)
Rückfragenkolloquium 13.10.2017
Abgabe der Arbeiten 27.11.2017 (bis 16:00 Uhr)
Abgabe der Modelle 04.12.2017 (bis 16:00 Uhr)
Preisgericht 17.01.2018

Preisträger

1. Preis - KPW Papay Warncke und Partner Architekten, Hamburg

2. Preis - André Poitiers Architekt Stadtplaner RIBA, Hamburg

3. Preis - coido architects I Cordsen Ipach + Döll GmbH, Hamburg

 

Ankauf  - Studio Duplex Architekten, Hamburg      

Ankauf  - 03 Architekten, München